Anfield Admin


  Alter : 41 Anmeldungsdatum : 04 Mai 2008 Beiträge : 1988 Ort : Highlands
 | Thema: Stonehenge Di Jun 03, 2008 4:23 pm | |
| Stonehenge soll Totenstadt gewesen sein Mike Parker Pearson, Archäologie-Professor an der University of Sheffield, hat eine Theorie. Und Geoffrey Wainwright, Präsident der Society of Antiquaries, und sein Kompagnon Timothy Darvill von der Bornemouth University haben auch eine. Die Forscher glauben jeweils zu wissen, was Stonehenge war, jenes rätselhafte Monument aus Steinkreisen im Westen Englands. Parker Pearson sagt: Stonehenge war ein Friedhof, eine Stadt für die Toten. Wainwright und Darvill sagen: Stonehenge war eine Pilger- und Heilstätte, ein steinzeitliches Lourdes.
"Der größte Friedhof Großbritanniens" Nun prescht Parker Pearson vor: Er hat erstmals das Alter von Resten von Feuerbestattungen datiert, die in Stonehenge gefunden wurden - die Überreste eines Erwachsenen und die einer etwa 25 Jahre alten Frau. Der Archäologe datierte sie auf die Zeit von 2930 bis 2870 und auf 2570 bis 2340 vor Christus. Aus dieser zeitlichen Spanne zwischen beiden Bestattungen leitet der Forscher eine Bestätigung für seine Theorie ab: Stonehenge war schon vor 5000 Jahren eine Begräbnisstätte und war das für mindestens 500 bis 600 Jahre. "Im Jahr 3000 vor Christus war Stonehenge der größte Friedhof Großbritanniens", sagte Parker Pearson im Gespräch mit "Spiegel Online". Stonehenge war eine Heilstätte Das Bauwerk gibt der Menschheit seit Jahrtausenden Rätsel auf: Warum errichteten die Menschen vor etwa 5000 Jahren die kreisförmige Anlage im südenglischen Stonehenge? Und wie schafften sie es, die riesigen tonnenschweren Steine dorthin zu schaffen? Seit Anfang April graben nun wieder Archäologen in Stonehenge - zum ersten Mal seit 44 Jahren - und versuchen, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Jetzt verkündeten die Forscher die Lösung: Stonehenge habe als Heilstätte gedient, berichtete der britische Rundfunksender BBC, der die Ausgrabungen für eine im Herbst geplante Sendung finanziert. Drei Meter fünfzig lang und knapp einen Meter tief ist die Grabung, an der die britischen Wissenschaftler arbeiten. "Es ist das erste Mal, dass wir die wissenschaftliche Archäologie dazu nutzen, uns mit einem Problem auseinanderzusetzen, das die Geister seit dem Mittelalter beschäftigt", sagt Timothy Darvill, der an der Universität Bournemouth Archäologie lehrt. Ihn selbst fasziniert Stonehenge seit seiner Kindheit. Doch noch nie hatte er das Gefühl, der Lösung des Rätsels so nahe zu sein wie jetzt. _________________ You´ll Never Walk Alone...
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